Nachhaltiges Bauen

Natürlich mit Betonbauteilen

Nachhaltige Gebäude müssen ökologischen, ökonomischen und sozialen Ansprüchen gerecht werden. Die Betonfertigteilindustrie leistet ihren Beitrag dazu:

 

Verwendung heimischer Rohstoffe

Beton wird aus Wasser, Gesteinskörnung (Kies oder gebrochener Naturstein und Sand), Zement, Zusatzstoffen und –mittel hergestellt. Die Rohstoffe werden in nächster Nähe gewonnen und verarbeitet, dadurch wird nicht nur die heimische Wirtschaft gestärkt, sondern dank der kurzen Transportwege auch die Umwelt geschont.

Minderung der CO2-Emissionen

Zement ist als hydraulisches Bindemittel ein wichtiger Bestandteil von Beton. Seine Herstellung ist ein rohstoff- und energieintensiver Prozess. Die Zementindustrie setzt sich aktiv für eine ressourceneffiziente Produktionsweise ein. Bereits heute werden in großem Umfang Sekundärrohstoffe, etwa Hüttensand eingesetzt und damit natürliche Ressourcen geschont. Weitere Einsparungspotenziale werden in der Erhöhung des Einsatzes alternativer Brennstoffe sowie  Produkt- und Prozessinnovationen gesehen. Allerdings macht Zement eher einen kleinen Bestandteil der Betonmasse aus, nämlich rund zehn Prozent.

Ressourcenschonende Produktion

Bezogen auf den Lebenszyklus eines Bauwerks macht die für die Herstellung  von Beton eingesetzte Energie nur einen geringen Anteil aus. Dabei unterliegt die Produktion von Betonprodukten strengsten Umweltnormen und es kommen ressourcenschonende und energieeffiziente Techniken zum Einsatz.

Die meisten Betonfertigteilwerke verarbeiten wiederverwerteten Stahl für die Bewehrung. Zudem werden Restmaterialien, Betonabfälle und Verschnitte, die bei der Produktion anfallen, gebrochen und neu verwendet. 

Schnellere Bauzeit, weniger Lärm

Betonfertigteile werden in witterungsgeschützten Werkhallen produziert und anschließend nur noch auf die Baustelle gefahren. Der Einbau vor Ort verkürzt die Bauzeit. Dadurch verringert sich der Einsatz von energieintensiven Baumaschinen, die Lärm- und Staubemission wird reduziert. 

Kurze Auslieferungswege

Dank einem engmaschigen Netz von 1.400 Betonfertigteilwerken in Deutschland werden lange Transportwege vermieden. 

Regionale Arbeitsplätze

Als regionale Arbeitgeber stellen sich Betonfertigteilunternehmen ihrer sozialen Verantwortung: sie bieten Arbeitsplätze, bilden aus und stärken die heimische Wirtschaft. Die Mitarbeiter profitieren von sozialverträglichen Arbeitsbedingungen und witterungsgeschützten Arbeitsplätzen.

Umweltprodukt- deklaration für Beton

Wer sich mit dem Thema Nachhaltiges Bauen näher auseinandersetzt, kommt um die Bezeichnung EPD (Environmental Product Declaration) nicht herum. Diese drei Buchstaben stehen für ein Informationssystem über die Umweltwirkungen von Bauprodukten.

Für Betone mit Druckfestigkeitsklassen von C20/25 bis C50/60 existieren sechs EPDs. Sie gelten sowohl für Betone, die im Fertigteilwerk hergestellt und verwendet werden als auch für solche, die als Transportbeton in die Werke oder auf die Baustelle geliefert werden. Somit können die meisten Anwendungen im Betonbau abgedeckt werden. Deklariert wurde jeweils ein Kubikmeter Beton.

 Weitere EPDs decken spezielle Betonfertigteilprodukte ab:

                                                                                                                                 
Betonlichtschächte
Leichtbetonmauersteine
- Spannbeton-Fertigteildecken

 

Die EPDs stehen auch auf der Internetseite des IBU zum kostenlosen Download bereit.

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Neue EPD für Betonpflastersteine

Im Auftrag des Betonverbands Straße, Landschaft, Garten e. V. wurde eine EPD für Betonpflastersteine verifiziert. Sie gilt für graue, nicht eingefärbte, zweischichtige Betonpflastersteine mit einer Dicke von 100 mm. Als Anhang gibt es zudem eine Dokumentation zu den Umweltwirkungen für eine Oberbaukonstruktion gemäß der Belastungsklasse Bk3, 2 (RStO 12) mit den oben beschriebenen Pflastersteinen als Bestandteil der Deckenkonstruktion.

Mit Hilfe dieser Informationen können die Vorteile von Betonpflastersteinen besser bewertet werden. Sie dienen Verkehrswegeplanern und dem öffentlichen Auftraggebern als Entscheidungshilfe bei der Frage, welcher Deckenbaustoff für eine Verkehrsflächenbefestigung aus dem Blickwinkel der Umweltentlastung eingesetzt werden sollte. 

Der ökologische Baustoff Beton